Sam

28. Juli 2010

Heute folgt ein weitere Artikel über eines der Pferde. Heute geht es um Sam.
Über Sam lässt sich gar nicht so vieles sagen, denn vieles ist uns unbekannt und auch etwas dubios.
Meine Cousine hat vor etwa 6 Jahren ein Pferd gesucht. Sie war Anfängerin und brauchte ein liebes, nettes Pferd. Auf der Suche danach stießen sie auf Sam. Er wurde vorgestellt als ein liebes Anfängerpferd. Beim Probereiten verhielt er sich auch so und so wurde er gekauft. Es musste erst noch einiges vorbereitet werden und so wollten wir ihn erst in einigen Tagen abholen. Dann wurde es von Seiten der Verkäufer (ein Schulbetrieb) aber auf einmal dringlich und sie haben Sam hergebracht.
Sam sah sehr schlank aus, was mir nicht weiter auffiel, weil Waterloo ja auch ein Edelhaflinger ist und etwas schlanker als die normalen Haffis. Sam sollte damals 7 oder 8 Jahre alt sein. Für ein Anfängerpferd etwas jung, aber es gibt ja manchmal solche Pferde, die einfach nur lieb sind. Nun ja, etwas blauäugig waren meine Cousine und meine Tante auf jeden Fall, zumal ich eh von einem Haffi abgeraten hatte, die sind nunmal oft nicht die einfachsten Pferde.
Sam stellte sich dann aber immer wieder als Problempferd raus. Reiten ließ er sich nicht wirklich, er stieg, griff beim Füttern an. Irgendwann war es dann so weit, dass meine Cousine ihn mir geschenkt hat, weil sie einfach überfordert mit ihm war.
Ich bin mit Sam dann auf einen Kurs gegangen. Dort wurde angemerkt, dass er (es war vor ungefähr 2 1/2 Jahren) höchstens aussieht wie 7 oder 8. Kurzes Zurückrechnen machte klar, dass sie ihn dann als 3jährigen in etwa gebracht haben müssten. Das erklärte vom Verhalten her einiges. Alte Fotos zeigten, dass er sich körperlich so stark verändert hatte, dass das logisch erschien. Ich könnte mich da sehr über mich selbst ärgern. Manchmal ist man wohl so nah am Pferd dran, dass man das offensichtliche nicht sieht.
Nun denn, wir hatten ja Glück im Unglück, denn abgesehen von wenigen Reitversuchen wurde Sam dann ja einfach in der Herde in Ruhe gelassen, was ich auch getan hätte, wenn ich gewusst hätte, wie jung er ist. Seine “Probleme” haben also dazu geführt, dass er das bekommen hat, was einem jungen Pferd auch zusteht. Ruhe und Zeit für die Entwicklung.
Unsere Theorie heute ist, dass das Pferd beim Probereiten und das Pferd, das zu uns gebracht wurde, zwei unterschiedliche waren. Ich muss zugeben, man hat beim ersten Treffen mit einem unbekannten Haffi dann auch noch nicht den Blick für die Einzelheiten, die ihn von anderen Haffis unterscheiden.
Wir hatten vor ca. 8 Wochen auch die Pferdezahnärztin hier, die bestätigt hat, dass er aktuell höchstens 9 Jahre alt ist.

Aber nun mal zur aktuellen Entwicklung: Sam lässt sich reiten und hat viel Spaß an Boden- und Freiarbeit. Er hat sich zu einem netten Pferd entwickelt, mit dem sicherlich nicht zu scherzen ist. Er braucht einen klaren Menschen, der sich auch klar ausdrückt. Er kann wischi-waschi nicht ab und wird dann auch mürrisch.
Ansonsten liebt er Spiele und wenn man mit ihm nach draußen geht. Er ist heute kein Problempferd mehr, sondern ein starkes Pferd mit einem eigenen Willen – also perfekt für mich und diese Art von Umgang mit einem Pferd. Je stärker das Pferd ist und sich ausdrückt, desto leichter wird es für mich. Was will ich also mehr?! ;-)

Aufgrund meiner PC-Probleme kann ich von ihm im Moment kein Foto einstellen, aber ich werde die Tage mal ein neues machen.

Liebe Grüße
Marina

Schwierigkeiten

25. Juli 2010

Trotz guter Vorsätze klappt das derzeit mit dem regelmäßigen Schreiben nicht besonders gut. Mein PC ist kaputt und so komme ich nur dann und wann mal dazu, irgendwo anders ins Internet zu gehen und dann habe ich meist wenig Kopf und Ruhe, um hier noch etwas einigermaßen Kluges zu schreiben. Ich hoffe, dass sich die Situation in den nächsten Wochen etwas entspannt.

wunderschönes Video

23. Mai 2010

Heute habe ich ein wunderschönes Video entdeckt.
Es geht um einen Mann, der einen Gorilla aufgezogen hat, der dann ausgewildert wurde. Nun trifft er den Gorilla nach Jahren wieder.
Hier geht’s zum Video.

Gute Sache

21. Mai 2010

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Heute mal etwas Werbung für eine gute Sache.
Leider geht es den Wildtieren heutzutage immer schlechter. Deswegen ist es wichtig, dass man ihnen hilft. Ein Klick auf den Banner hilft, um sich darüber zu informieren!

Grundpfeiler der Arbeit

12. Mai 2010

In den letzten Tagen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was für mich die Grundpfeiler meiner Arbeit mit Pferden sind. Worauf stütze ich mich, was ist mir heilig und was würde ich niemals verändern?

Ich bin (jedenfalls für’s Erste) auf folgende Grundpfeiler gekommen:

1. Friedfertigkeit
2. Ehrlichkeit
3. Kommunikation
4. Freundschaft
5. Gesundheit

Vielleicht mutet das ein oder andere merkwürdig an. Deswegen werde ich die Grundpfeiler nun auch erklären. Für mich ist auch die Reihenfolge so, wie sie da steht, wichtig. Auch dazu folgt die Erklärung.

1. Friedfertigkeit
Wenn ich einem Pferd begegne, dann steht eines von Vornherein fest: Gewalt wird in dieser Begegnung nicht vorkommen. In keinster Art und Weise. Das Pferd wird nicht bestraft. Es wird nicht unter Druck gesetzt. Ein Pferd muss bei mir nichts bestimmtes machen. Das bringt mich in die glückliche Lage, dass kein falsches Verhalten herauskommen kann, welches ich bestrafen muss.
Das ist die Grundvoraussetzung, unter der ich zum Pferd gehe: Ich habe kein Recht dazu, diesem Wesen gegenüber Gewalt anzuwenden, ganz gleich ob körperlich oder psychisch. Dazu gehört auch Zwang.
Pferde sind heutzutage ständig irgendwelchen Zwängen ausgesetzt. Der Mensch entscheidet in welchem Stall das Pferd lebt, auf welcher Weide es steht, welche Pferde bei ihm stehen, wann es raus kommt, wann es rein kommt, wann und wie es geritten wird usw. Das Pferd ist ständig irgendwelchen Zwängen ausgesetzt. Wenn ich mit einem Pferd arbeite, dann soll es wenigstens in dieser Zeit keine weiteren Zwänge geben. Ich schaffe dem Pferd in der Arbeit stattdessen einen Freiraum, in dem es sein kann, wie es möchte.

2. Ehrlichkeit
Damit meine ich Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, Ehrlichkeit dem Pferd gegenüber und Ehrlichkeit des Pferdes.
Pferde sind immer ehrlich. Nur sie müssen es auch sein dürfen. Nehmen wir mal an, ein Pferd fängt immer an zu laufen, wenn der Reiter aufsitzen möchte. Dann ist das keine Unart des Pferdes, sondern Ehrlichkeit! Nun liegt es am Reiter, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich ehrlich zu fragen, woran das liegt. Es mag am Reitstil liegen, an der Steifheit des Reiters, am Sattel, an der Trense o.ä. Das kann man aber nur herausfinden, wenn man diese Botschaft des Pferdes ernst nimmt und entsprechend darauf reagiert. Das kann man nur, wenn man dabei ehrlich zu sich selbst ist und auch eigene Fehler eingestehen kann.
Ehrlichkeit dem Pferd gegenüber bedeutet für mich, dass ich mein Verhalten dem Pferd gegenüber ehrlich reflektiere. Dass ich zugebe, wenn ich Angst habe, wenn ich überfordert bin (oder auch unterfordert) und dann mein Verhalten dem Pferd gegenüber so verändere, dass es ehrlich ist. Mein inneres Erleben, meine Gefühle, müssen mit dem übereinstimmen, was ich dem Pferd nach außen präsentiere. Ansonsten wird es mit der Zeit immer Probleme mit dem Pferd geben, denn Pferde spüren diesen Widerspruch zwischen innen und außen.

3. Kommunikation
Die anderen beiden Punkte gehören für mich ganz selbstverständlich zur Grundeinstellung, die ich benötige, noch ehe ich zum Pferd gehe. Kommunikation findet dann schon mit dem Pferd statt.
Es ist für mich unabdingbar, dass ein Pferd seine Meinung sagen darf. Dass es mir zeigen darf, wie es sich fühlt, was es von einer Idee hält usw. Heutzutage ist die Körpersprache und die feine Hilfengebung des Reiters bzw. Pferdemenschen in aller Munde. Doch das ist nur eine Seite. Natürlich ist es wichtig, dass ich als Mensch lerne, mich dem Pferd verständlich zu machen. Aber es ist ebenso wichtig, dass ich die Antworten des Pferdes verstehe und annehme. Dass mein Pferd auch das Recht bekommt, mir zu zeigen, was es möchte, was es gut findet und was es nicht möchte.
Das geht schon los, wenn ich auf die Weide gehe, um mein Pferd zu holen. Als erstes halte ich höflich das Halfter hin und frage damit mein Pferd, ob es Lust hat, mit mir mitzukommen. Geht das Pferd weg, dreht den Kopf weg o.ä., dann ist das eine deutliche Antwort! Ich kann vielleicht nochmal nachfragen, aber wenn das Pferd dabei bleibt, dann denke ich mir entweder etwas anderes aus (und kraule vielleicht das Pferd nur) oder ich gehe eben einfach wieder.
Das zeichnet für mich Kommunikation aus: Dass es zwei Wege gibt und ich auch das, was vom Pferd kommt, akzeptiere. Ohne wenn und aber.

4. Freundschaft
Ein ausgeleiertes Wort, wenn es um die Beziehung zwischen Tieren und Menschen geht. Denn schließlich will ja jeder der beste Freund seines Pferdes werden, aber wir haben ja alle gelernt, dass das nicht geht… oder?!
Ich erlebe es schon, dass man zum Freund des Pferdes werden kann. Freundschaft zwischen Pferden und Menschen ist möglich, aber sie ist auch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Ich muss mein Pferd auch entsprechend behandeln. Ich bin höflich zu meinen Freunden. Ich zwinge sie nicht zu Dingen, die sie nicht möchten. Freunde sind nicht dafür da, um mir Schleifen oder Pokale nach Hause zu bringen. Auch akzeptiere ich Freunde so, wie sie eben sind, mit Schwächen und Fehlern und allen Unvollkommenheiten. Freunde dürfen mir auch mal sagen, dass ich mich gerade blöd benehme. Und ich darf sowas auch mal zu meinen Freunden sagen. Freunde unterstützen sich gegenseitig und lernen voneinander. Sie helfen sich. Sie begleiten sich.

Wenn ich so mit meinem Pferd umgehe, dann kann ich davon ausgehen, dass sich auch zwischen Pferd und Mensch eine Freundschaft entwickeln wird. Nur habe ich dann kein abrufbares Pferd zuhause. Ich kann nicht einfach reiten, wann es mir gerade passt. Ich kann nicht erwarten, dass ich jeden Mittwoch um 18 Uhr zur Reitstunde kann. Ich kann mein Pferd nicht kürzer anbinden, weil es gerade nicht stillstehen möchte.

Nein, Freundschaft bedeutet, sich miteinander zu beschäftigen, auseinanderzusetzen und gemeinsame Wege zu finden.

So manch ein Mensch hat mich schon gefragt, ob das nicht etwas viel verlangt ist, denn schließlich hat man ein Pferd ja zum Reiten.

Hat man das? Ich nicht. Ich habe meine Pferde, weil ich Pferde liebe. Weil ich ihr Aussehen liebe, ihre Kraft, ihre Bewegung. Und im speziellen, weil ich den Charakter meiner Pferde liebe. Szabanacs Stärke, Waterloos Unnachgiebigkeit, Sams Fröhlichkeit. Und vieles andere mehr. Ich habe diese Pferde, weil ich ihre Gesellschaft schätze. Weil sie mich prägen, mich weiterbringen. Weil Pferde einfach zu den wunderbarsten Schätzen in meinem Leben gehören. Und all das finde ich viel mehr wert als eine Reitstunde, einen Ausritt oder ähnliches.

Und abgesehen davon mögen es viele Pferde geritten zu werden. Auch wenn sich das, komischerweise, sehr viele Reiter nicht vorstellen können.

5. Gesundheit
Ein wichtiger Faktor. Wenn ich nach den oben beschriebenen Grundsätzen mit meinem Pferd umgehe, dann kann ich es nicht einfach irgendwie reiten, irgendwie beschäftigen. Wenn ich mich dann mit dem Pferd beschäftige, dann muss das Pferd auch etwas davon haben. Und das sollte vor allem ein gutes Leben sein und Gesundheit!

Leider machen viele Dinge heutzutage ein Pferd krank. Ganz vorne mit dabei macht auch das Reiten Pferde krank!
Deswegen gehört es für mich zu den absoulten Grundpfeilern, dass alles, was ich mit dem Pferd mache, dem Pferd dienen soll. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich ein Pferd nicht einfach als Bewegung an der Longe rennen lasse, sondern dass ich mich damit beschäftige, wie ein Pferd gut und gesund läuft und meinem Pferd das zeige und nahe bringe. Ich zeige dem Pferd, wie es einen Reiter auf gesunde Art und Weise tragen kann. Wie es sich so bewegt, dass es lange gesund bleibt, dass die Muskeln geschmeidig bleiben etc.

Ich zeige dem Pferd auch, wie es seinen Körper so einsetzen kann, dass es sich großartig fühlt und andersrum: Ich helfe dem Pferd dabei, sich großartig zu fühlen, damit es sich entsprechend bewegen kann!

Zur Gesundheit gehört auch, dass das Pferd entsprechend leben darf. Mit Gesellschaft, in einem Offenstall, mit genug Bewegung und genug Anreizen.

Auch die Ausrüstung und die Nahrung muss so gewählt sein, dass sie das Pferd gesund erhält.

Wenn jemand weitere Anregungen hat, dann darf er gerne die Kommentarfunktion benutzen!

Waterloo

20. April 2010

So nach und nach möchte ich Euch hier meine Pferde auch vorstellen, sowohl in einem Artikel als auch als Bild.
Heute ist Waterloo dran (von den anderen muss ich noch Bilder suchen).
Waterloo ist jetzt 12 Jahre alt. Ich kenne ihn seit er ein Fohlen ist. Er ist ein sehr deutliches Pferd, das sich nichts sagen lässt. Er muss alles verstehen und ist dann auch gerne bereit mitzuarbeiten. Er möchte möglichst frei sein, das betrifft die Ausrüstung, aber auch seine Entscheidungen. Wenn man versucht, ihn mit Kraft und Durchsetzungsvermögen zu irgendwas zu bringen, dann geht er dagegen. Mit aller Kraft. Er ist kein einfaches Pferd im üblichen Sinne, aber ein sehr lehrreiches. Ohne ihn hätte ich viele Sachen über Pferde erst viel später begriffen. Er war schon immer mein Traumpferd und ist es auch heute noch.

Waterloo

Grundsätze

19. April 2010

In den letzten Tage habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, was eigentlich für mich die Grundsätze der Pferderarbeit sind, die in jeder guten Arbeit vorhanden sein müssen.

Zum einen denke ich, dass es ganz wichtig ist, dass das Pferd immer die höchste Autorität ist. Dazu muss ich natürlich als allererstes lernen, mein Pferd zu “lesen”. Einige Menschen haben das wirklich gut drauf. Gerade wenn man Jahre mit seinem Pferd verbracht hat, dann sieht man ihm einfach an, was es gerade fühlt. Mit etwas Einfühlungsvermögen ist das auch möglich, wenn ich das Pferd noch nicht sehr lange kenne. Aber, das ist eine Tatsache, nicht jeder Mensch hat ganz viel Einfühlungsvermögen. Das ist auch gar nicht schlimm. Aber was machen denn solche Menschen?

Es gibt einen ganz einfachen Weg, wie wirklich jeder erkennen kann, was das Pferd will. Man zeigt dem Pferd, dass es Ja und Nein sagen darf. Und wenn das Pferd dann gelernt hat, dass es stehen bleiben darf, wenn es nicht mehr möchte, dass es den Kopf wegdrehen darf, wenn es etwas blöd findet, dass es in Mimik und Gestik deutlich zeigen darf, was es mag und was nicht, dann wird es ganz einfach, zu erkennen, was das Pferd möchte.

Ein Beispiel dazu: Gestern habe ich ein Gespräch angehört, in dem es darum ging, dass ein Pferd beim Aufsteigen nicht still steht. Es wurde dann darüber diskutiert, was man machen kann.
Ich würde mich nicht fragen, was ich machen kann, damit das Pferd still steht. Ich würde mich erstmal freuen, dass das Pferd so deutlich darauf hinweist, dass etwas nicht stimmt. Als nächstes würde ich mich dann fragen, warum das Pferd denn nicht stehen bleibt beim Aufsteigen. Passt der Sattel? Die Trense? Steige ich mit Hocker o.ä. auf um es dem Pferd möglichst leicht zu machen? Wie ist das Reiten? Reite ich ohne dem Pferd Schmerzen zu bereiten? Was für ein Gebiß benutze ich? Hat mein Pferd Rückenschmerzen? Sind alle Muskeln in Ordnung? Und so weiter und so fort. Und dann würde ich anfangen, dem Pferd auch andere Dinge anzubieten. Will es allgemein nicht mit dem Menschen zusammenarbeiten oder möchte es nur nicht geritten werden? Verstehen wir uns?
Durch dieses Vorgehen würde das Pferd merken, dass ich seine Einwände ernst nehme. Es kann sich auch weiterhin gefahrlos äußern und ich nehme es wahr und ernst. So kann eine ganz besondere Basis entstehen und der Umgang miteinander macht auf diesem Wege beiden Spaß!

Ich finde es auch wirklich wichtig, dass das individuelle Pferd-Mensch-Paar entscheidet, was für diese beiden richtig ist. Es gibt viele starre Konzepte und Vorgaben. Die sind gut zur Orientierung. Aber zur Umsetzung sollte ich mir immer überlegen, ob es zu mir und meinem Pferd so passt oder ob wir das lieber etwas umändern sollten.
Auich Tipps vom Reitlehrer sind nur dann gut, wenn mein Pferd und ich uns damit wohlfühlen. Wenn ich bei einem Tipp Bauchschmerzen bekomme, dann wende ich diesen Tipp nicht an! Das ist ja eigentlich ganz einfach, aber leider nicht immer so leicht durchzusetzen, wenn man in der Reitstunde ist. Ich finde es aber wichtig, daran zu denken, dass ich als Pferdebesitzer und Reiter letztlich immer die Wahl habe, was ich umsetze und was nicht. Und das muss mir auch jeder Reitlehrer und Pferdetrainer zugestehen, dass ich nur das mache, womit ich mich wohlfühle.

Denn die Individualität sollte immer im Vordergrund stehen. Jeder Mensch ist anders, jedes Pferd ist anders. Und deswegen passt nicht jeder Tipp, nicht jeder Reitstil und nicht jede Übung zu jedem von uns. Und das ist ja auch gut so. Wenn ich mich danach richte, was mein Pferd gut findet und durch sein Verhalten bejaht, dann habe ich eine sehr, sehr gute Richtschnur, an die ich mich halten kann. So wird dann das glückliche Pferd nicht zu einer netten Floskel, sondern zu einer gelebten Tatsache. Und das wünsche ich jedem Pferd!

In diesem Sinne wünsche ich euch bei dem schönen Wetter tolle Stunden mit eurem Pferd!

Neuerungen

05. März 2010

Bei all den Neuerungen habe ich auch das Design zur besseren Lesbarkeit verändert. Ich hoffe, dass ich noch ein schöneres Design finde, das dennoch gut lesbar ist.

Podcasts

05. März 2010

Hallo,

heute scheint bei uns endlich mal wieder die Sonne und so langsam lässt sich der Frühling wieder blicken. Ich hoffe, dass es bei Euch ähnlich aussieht.
Ich habe mir den Winter über vieles durch den Kopf gehen lassen und selbst in dieser ruhigen Zeit habe ich es nicht geschafft, endlich mal hier die Artikel zu verfassen, die mir schon lange durch den Kopf schwirren. Aber mir ist eine andere Idee gekommen. Ich habe in letzter Zeit viele Podcasts gehört und fand das sehr praktisch. Ich konnte es auf den mp3-Player ziehen, habe es beim Auto fahren gehört, neben der Hausarbeit oder auch mal ganz bewusst anstatt fernsehen. Nun ist es im Bereich der Pferde wohl noch nicht so verbreitet. Dennoch habe ich (mit sehr einfachen Mitteln) einen Podcast aufgenommen und festgestellt, dass das für mich sehr einfach ist. Viel einfacher als schreiben. Und so bekommt ihr von mir nun also Dinge zu hören und nicht zu lesen. Ich dachte, es ist eine Abwechslung zu den vielen geschriebenen Texten, die man als Reiter und Pferdemensch so zu verarbeiten hat und für mich hat es einfach ganz viele Vorteile, Euch die Dinge zu erzählen anstatt sie zu tippen.
Die Qualität lässt leider etwas zu wünschen übrig, aber man versteht hoffentlich was ich sage und vielleicht ist das Geknister am Ende beim nächsten Podcast auch schon weniger.

Im ersten Podcast geht es erstmal nur um eine allgemeine Vorstellung von mir und den Grundideen, denen ich so folge.

Hier könnt Ihr den Podcast anhören oder herunterladen.

Liebe Grüße
Marina

Schnee

07. Januar 2010

Ich wollte gerade eigentlich einen ernsthaften Artikel beginnen, aber da kam mir noch etwas ganz anderes in den Sinn: Wie handhabt ihr das Wetter?
Es ist ja so: Wir hier in Norddeutschland haben so viel Schnee wie schon lange nicht mehr. Das stellt uns vor einige Probleme. Ganz praktische wie z.B.: Wie kommt der Mist auf den Misthaufen? Das kann vielleicht niemand glauben, der auf Schnee eingestellt ist, aber wir haben wirkliche Probleme, den ganz normalen Alltag auf die Reihe zu bekommen. Ich kenne das nicht, dass ich schlafen gehe und am nächsten Morgen ist alles eingeschneit. Genauso sieht es hier aber derzeit aus! Und nicht nur die Frage, wie der Mist auf den Misthaufen kommt, stellt sich. Es stellt sich auch die Frage, wie die Pferdeäppel auf die Karre kommen! Die verschwinden nämlich manchmal innerhalb kurzer Zeit im Schnee! Oder sie sind sichtbar, dafür aber festgefroren! Wir hält man das denn aus, wenn es in jedem Winter so ist?
Wir haben dafür keine schöne Lösung, aber wenigstens irgendeine: Sobald der Schnee verschwindet, machen wir großes Aufräumen! Alles was geht räumen wir jetzt schon weg und der Rest muss eben warten…

Liebe Grüße
Marina